Meine Haltung


Im Laufe der Jahre habe ich viele verschiedene Stallanlagen erprobt.  
 Wie die meisten Kaninchenbesitzer habe ich mit einem Plastikstall angefangen und mir später, als die Kaninchen aus der Wohnung in den Garten umziehen sollten, den ersten Holzstall  zugelegt. 
Zu Beginn meiner Zucht  kamen weitere Holzställe sowie eine selbstgebaute Anlage mit zehn Boxen hinzu. 
 Vor ein paar Jahren hatte ich zudem ein großes Freigehege und zuletzt sogar zwei Volieren, in denen ich einige Kaninchen vergesellschaften konnte.

                               

Doch keiner dieser Ställe hat sich lange bewährt. Meine Holzställe gehören mittlerweile der dritten Generation an und das Freigehege musste ich aufgeben, da zwei Mal ein Fuchs darin gewildert hat.

Die Volieren boten zwar Schutz vor Eindringlingen, aber dafür war die Dachpappe nicht wasserdicht und die Nässe, die sich darunter gestaut hatte, brachte nach ein paar Monaten die ersten Stockflecken hervor.

 Obwohl wir die Volieren zwei Mal gestrichen haben, um sie vor der Witterung zu schützen und zusätzliche   Plastikleisten an allen hervorstehenden Ecken und Kanten angebracht haben,  mussten wir eine Voliere abreißen, da sie baufällig wurde.

 Die andere Voliere steht aber noch im Hof. Sie ist besser erhalten als ihr Vorgänger und sieht recht hübsch aus, wenn sie frisch gestrichen ist :-)


 In den Monaten, in denen ich Nachwuchs habe,  ist die Voliere für meine Jungtiere reserviert und während der Zuchtpausen leben meistens zwei Häsinnen und ein kastrierter Rammler darin.



 Die anderen Kaninchen sitzen derzeit in Holzställen. Diese möchte ich aber spätestens im nächsten Jahr durch Betonställe ersetzen.

Betonställe haben vier große Vorteile und einen "gewichtigen" Nachteil.

Der erste Grund warum ich mich für Betonställe entschieden habe ist, dass sie so gut wie unzerstörbar sind (darin liegt aber auch der Nachteil...).

Die Ställe können nicht benagt werden und das Wetter kann ihnen auch nicht schaden ( ein Schutzanstrich ist jedoch erforderlich).
Außerdem dämmt der Beton jeden" Klopfer", den Kaninchen hin und wieder von sich geben und besonders  die Nachtruhe stören können.
Einen weiteren Vorteil sehe ich darin, dass sie sehr leicht zu reinigen sind. Man kann sie sogar mit dem Schlauch ausspritzen und desinfizieren.
  Betonställe kann man zudem einzeln oder in großen Stückzahlen erwerben. Übereinander gebaut lassen sich die Stallungen beliebig erweitern.

Das Problem liegt jedoch im Gewicht. Beton ist sehr schwer. Eine Box wiegt über 100 kg und 16 Boxen sind so mächtig, dass der Boden darunter betoniert oder geplattet sein muss, damit die Ställe nicht absinken können.

 Solche Kolosse schafft man sich natürlich nicht für ein paar Jahre an, sondern mindestens für ein Jahrzehnt.  Denn die Entsorgung dürfte sich als ziemlich schwierig erweisen.

Trotzdem denke ich, dass ich an den Betonställen  mehr Freude haben werde als den ewig angenagten, urinierten und schwer zu reinigenden Holzställen, inklusive deren rostigen Blechwannen.

 In meiner Rubrik Rund ums Kaninchen gebe ich weitere Auskunft  zu dem richtigen Kaninchenstall ( ***demnächst***).