Über mich


Über mich mich und mein erstes Zwergkaninchen

Mein Name ist Christina und ich bin 32 Jahre alt. Ich wohne in Niederkassel/Lülsdorf, das ist ein kleiner Ort  im Rhein-Sieg Kreis, der zwischen  Köln und Bonn, nur auf der anderen Rheinseite, liegt.
Mein erstes Kaninchen habe ich im Alter von neun Jahren bekommen. Damals wollte ich unbedingt ein Meerschweinchen haben, aber meiner Mutter waren diese Nager nicht sonderlich sympathisch, weshalb sie mir lieber ein Haustier schenkte, das sie selbst mochte.
 Ein Kaninchen!







 Mein erstes Zwergkaninchen nannte ich Mäxchen. Wie alle Kleintiere, die ich  den folgenden Jahren gekauft hatte, stammte er aus einer Zooabteilung in einem Baumarkt.
Mäxchen war winzig als er bei mir einzog. Er lebte in meinem Zimmer, in einem alten noch gut erhaltenen Plastikstall, in dem schon das Zwergkaninchen meiner Mutter gehaust hat.

Tagsüber durfte er frei herumlaufen und wir wurden schnell beste Freunde. Nur in der Nacht  ging er mir ziemlich auf die Nerven, weil er unablässig am Käfiggitter rüttelte.
Wenn ich schlafen wollte, blieb mir nichts anderes übrig als aufzustehen und ihn frei zu lassen.
In der Dunkelheit hörte ich dann Geräusche wie das reißen von Papier oder den dumpfen Aufprall eines Gegenstandes, der gerade aus dem Regal gefallen war.  
Häufig hüpfte er sogar auf mein Bett. Aber alles war mir lieber als das penetrante Geklapper an den Käfigstäben.

Meine Mutter fand es allerdings nicht so toll, dass Mäxchen jede Nacht mein Zimmer auf den Kopf stellte. Und als ich ihn dann dabei erwischte, wie er seine Notdurft  in meinem Puppenhaus verrichtete, musste er leider in den Garten ziehen.

 Auch wenn der Kontakt dadurch weniger wurde, blieb mir Mäxchen weiterhin gut gesinnt. Er ließ sich streicheln und leckte begeistert meine Nase, wenn ich ihn vor mein Gesicht hob.


Nachdem Mäxchen nur ein halbes Jahr später verstorben war, bekam ich ein neues Kaninchen geschenkt. Und weil mein lang ersehnter Herzenswunsch noch nicht erloschen war, folgten gleich darauf zwei Meerschweinchen.




 So fing alles an


Die Entscheidung einmal mehr als zwei Kaninchen zu halten und zu züchten, fiel erst Jahre später und natürlich nur mit der freundlichen Genehmigung meiner Mutter.

Ich stöberte im Internet nach Züchtern, brachte mein Wissen über Kaninchen auf den neusten Stand und beschäftigte mich mit Genetik.

Trotz meiner guten Vorbereitung, habe ich am Anfang einiges falsch gemacht.
Ich bin viel zu groß eingestiegen und wollte den Kollegen nacheifern, die bereits  seit vielen Jahren züchteten.
Wenn ich ein Kaninchen sah, das mir gefie,l musste ich es unbedingt haben. Ich wurde regelrecht zum Sammler und konnte nach kurzer Zeit Zwergwidder in allen möglichen Farben vorweisen.

 Ein halbes Jahr später kam der erste Wurf zur Welt. Ich war so verzückt, dass ich die Entwicklung der jungen Cashmere Widder jeden Tag dokumentierte und sie auf  zahlreichen Fotos festhielt.

Fortan war jedes neu geborene Kaninchen ein Wunder für sich, auch wenn es nicht immer selbstverständlich war, dass jeder Wurf überlebte.
Die Zucht ist eine vertrackte Sache. Manchmal klappt es, manchmal nicht.
Nur mit Geduld und viel Verständnis für die Tiere, konnte ich den einen oder anderen Rückschlag verkraften.

Doch was ich da fabrizierte, konnte man eigentlich nicht als Zucht bezeichnen. Ich hatte so viele Kaninchen, dass alle Ställe belegt waren und ich keine Nachzuchten behalten konnte.
Somit war es mir unmöglich eine eigene Linie mit Merkmalen aufzubauen, die ich schätzte.
Ich musste mich also von einigen Kaninchen trennen, um eine neue Richtung einzuschlagen.




Meine Kaninchenzucht heute

Mittlerweile züchte ich seit sieben Jahren Zwergwidder und Zwergkaninchen. 
Mein Zuchtziel habe ich klar definiert. Ich beschränke mich auf die Zucht von niederländischen Zwergwiddern (kurz NHD), die etwas kleiner und leichter als die deutschen Zwergwidder sind.

NHD Kaninchen unterscheiden sich durch einige charakteristische Merkmale von den normalen Zwergwiddern.
Dazu gehört ein gedrungener Körperbau, ein Bollerkopf mit kurzen breiten Ohren, starke Kinnbacken und eine kürzere Schnauzenpartie.
Mir persönlich gefällt dieser Rassenstandard sehr gut, auch wenn mein Nachwuchs genetisch bedingt nicht immer diesem Ideal entspricht.
 Da die Tiere spalterbig im Zwergenwuchs sind, geraten nicht alle Jungtiere nach den Eltern. Einige Kaninchen werden größer (wenn auch schlanker) haben mehr Hals und eine spitzere Schnauze.

Häufig ist bei vielen zukünftigen Kaninchenbesitzern, die Größe ausschlaggebend.
Jeder wünscht sich ein „ Zwergkaninchen“, bloß keinen dicken Hasen, der mit seinem breiten Hintern den halben Stall einnimmt.
Wer derartige Vorstellungen hat sollte jedoch lieber auf einen Hamster zurück greifen (der bleibt wirklich  klein).
Der Name Zwergkaninchen oder Zwergwidder kann nämlich etwas verwirrend sein.  Auch diese Tiere können ein Gewicht von bis zu zwei Kilo erreichen (besonders Zwergwidder). Das ist ganz normal und naturgegeben.

Natürlich versuche ich durch Selektion einen kleinen Typ zu züchten, aber das sollte niemals die Gesundheit oder gar das Wesen meiner Zwergwidder beeinträchtigen.

 Ich möchte keine Tiere für einen Markt züchten, der von falschen Vorstellungen lebt. Mir liegt mehr daran aufzuklären und das Kaninchen als Haustier anderen Kaninchenliebhabern und jenen, die es werden möchten, näher zu bringen.


 Falls es dich interessiert was ich beruflich mache.
 Ich bin als Puppenmacherin tätig und nähe Stoffpuppen aus natürlichen Materialien für Kinder.